Was bedeutet „ICUMSA Farbe“?

Im ICUMSA-Methodenbuch (Internationale Kommission für einheitliche Methoden der Zuckeranalyse) wird eine Reihe von Analysemethoden (ICUMSA-Methode GS1 / 3-7, GS2 / 3-10, GS2 / 3-9) zur kolorimetrischen Bestimmung des Weißgrades von Zuckerlösungen beschrieben.

Zur Qualitätskontrolle von Zucker stellt neben Saccharosegehalt, Feuchtigkeit, Filtrierbarkeit und Körnung auch die Farbe ein Kriterium dar. Die Farbe des Zuckers steht in direktem Zusammenhang zum Grad der Raffination und wird verwendet. Brauner Zucker wurde schwächer raffiniert und enthält mehr Verunreinigungen als weißer Zucker. Weißer Zucker gilt somit als reiner.

Zuckerfarbe bestimmen

Zur Bestimmung der ICUMSA-Zuckerfarbe wird der ICUMSA-Farbtest angewendet. Hierzu misste ein Photometer oder Colorimeter die Extinktion (Abschwächung einer Strahlung) des Zuckers bei unterschiedlichen Wellenlängen. Der Wert des Absorptionsindex multipliziert mit 1000 wird als ICUMSA-Farbe angegeben. Die resultierenden Werte werden als ICUMSA Units (IU) bezeichnet [1]. Weißer Zucker absorbiert weniger Licht als brauner Zucker. Dadurch ergeben sich niedrigere ICUMSA-Werte. Der ICUMSA-Wert für weißen Zucker liegt bei etwa 45.

Mit dem SCHMIDT + HEANSCH Farbmessgerät Saccharoflex 2020 lässt sich der Weißgrad von Kristallzucker ICUMSA-konform messen.

Referenzen
[1] ICUMSA Methoden-Buch, Methode GS 1/3-7